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06.06.2011
 

Mehrwertdienste entlasten Hersteller

Market News & Trends
Value-added service relieve manufacturers

Längst hängt der Erfolg eines Distributors nicht mehr nur davon ab, Bauteile zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Vielmehr ist ein umfassendes Supply Chain Management Verständnis von gefragt, das sich in unterschiedlichen Logistikdiensten und ergänzenden Services abbildet. Kunden erwarten Liefermodelle, die auf ihre Unternehmenssituation individuell zugeschnitten sind. Hierzu zählen automatische Belieferung, Lieferplan nach Materialbedarfsplanung und Bestellpunktverfahren unter Berücksichtigung vereinbarter Losgrößen und die Hinterlegung eines Reichweitenprofils. Für versorgungskritische Bauteile empfehlen sich kundenindividuelle Lagerbestände beim Distributor oder beim Kunden vor Ort, sowie ein sicheres und robustes Supply Chain Konzept, welches nicht oder nur wenig Störungen der Lieferkette erfährt. Unerwartete Bedarfsschwankungen und Lieferengpässe, wie durch die Naturkatastrophe in Japan entstehen können, lassen sich so besser abfangen. Innovative Logistikdienste haben das Ziel, Kunden jederzeit produktsynchrone Bestände zur Verfügung zu stellen.

Erweiterte Kernleistungen

Neben ausgefeilten logistischen Services stellen Distributoren weitere komplementäre Dienste zur Verfügung. Kundenspezifische Verpackung, Etikettierung, Disposition und Auftragsabwicklung werden genauso benötigt wie entwicklungstechnische Dienste. So können Distributoren Bauteile bereits programmieren, gurten, trocknen und testen. Der Vorteil für die Kunden ist, dass sich sowohl das Equipment als auch die Mitarbeiter der Distributoren stets auf dem neuesten Stand der Entwicklungen befinden. Den Kunden selbst fällt es zunehmend schwerer, bei dem hohen Innovationstempo Schritt zu halten. Durch die hohe Durchdringung elektronischer Komponenten in allen Bereichen und die Spezialisierungen der Industrie wächst das Angebot an Bauteilen, was die Wahrung der Übersicht erschwert. Schließlich müssen die Hersteller ihre Lieferanten nicht nur in technischer Hinsicht auswählen, sondern auch mit Blick auf weitere wichtige Merkmale wie Qualitätsanforderungen und Umweltrichtlinien.

Verlagerung von Schnittstellen

Bei den Distributoren zählt es zum Routinegeschäft, Mitarbeiter zu spezialisieren und in umfangreiche technische Produktschulungen der Bauelemente-Hersteller zu schicken. Zusätzlich können sie sie auf vertikale Märkte wie Automobil, Medizin oder Beleuchtung ansetzen. Schon für das Kerngeschäft ist dieser Aufwand notwendig, um Kunden erstklassige Produkte offerieren zu können. Daher ist es naheliegend dieses Know-How noch stärker und angereichert mit weiteren Diensten zur Verfügung zu stellen.

Zusammengefasst ist die eigentliche Neuerung in der Distributionswelt nicht die Erfindung neuer Prozesse, sondern die Verlagerung von Schnittstellen zwischen dem Distributor und seinem Kunden.

 
 

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