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02.05.2011
 

Handhelds für Industrie- und Medical-Applikationen

Market News & Trends

Touch-Screens haben bei mobilen Handheld-Geräten die Mensch-Maschine-Schnittstelle revolutioniert. Es gibt kaum ein Smartphone und schon gar kein Tablet-PC, E-Book-Reader oder mobile Spielekonsolen, die ohne auskommen. Aber auch aus dem industriellen Bereich sind sie kaum noch weg zu denken. Spezialisierte Navigationssysteme, medizinische Geräte und Überwachungssysteme enthalten inzwischen ebenso häufig berührungsempfindliche Bildschirme.

Der 3D-Effekt verschafft uns nicht nur ein neues Multimediaerlebnis im Konsumbereich, sondern sorgt auch im industriellen Einsatz für verbesserte Prozesse. So können aufgrund hoher Temperaturen oder giftiger Stoffe unzugängliche Industrieanlagen besser überwacht und eingestellt werden. Dual-Bildschirme, die verschiedene Inhalte auf zwei Bildschirmhälften anzeigen, erweitern die Applikationsmöglichkeiten. Unabhängig vom Standort können beispielsweise  Service-Fachleute Maschineneinstellungen am Display verändern und gleichzeitig Veränderungen an der Anlage beobachten.

Einen weiteren großen Innovationsschub bei Handheld-Applikationen wird der neue Mobilfunkstandard LTE auslösen. Der UMTS-Nachfolgestandard befindet sich derzeit in der Testphase und verspricht Übertragungsleistungen von bis zu 20 MBit/s. Damit kann das Upload von Videos von unterwegs aus schnell erfolgen und Videokommunikation problemlos betrieben werden. Dies ebnet den Weg für weitere neue Applikationen wie im medizinischen Bereich. So können Notärzte bei Unfällen kurze Patientenvideos direkt in die Kliniken schicken, um noch bevor der Patient eintrifft, weitere Maßnahmen optimal vorzubereiten.

Die neuen Multimedia-Möglichkeiten wie Videoübertragung und 3D stellen höchste Anforderungen an die technischen Komponenten der Handheld-Geräte. Hohe Speicherkapazität, schnelle Rechenleistung und präzise Signalverarbeitung sind bei geringem Platzbedarf und niedrigem Energieverbrauch gefragt. Zudem wächst der Druck auf Hersteller mobiler Geräte, da immer kürzere Produktzyklen und sinkende Kosten auf ihnen lasten. Zu lösen sind diese Aufgabenstellungen nur mittels Embedded-Systemen, die wesentliche multimediale Grundfunktionen abgestimmt aufeinander vorab mitbringen. Bereits heute entfallen 50 Prozent der Produktkosten in der Unterhaltungselektronik auf Baugruppen mit eingebetteten Systemen. Die Telekommunikations- und Elektroindustrie ist weltweit hinter dem Maschinen- und Fahrzeugbau drittgrößter Abnehmer von Embedded-Systemen.

Embedded-Entwicklungen wie das Beagle xM Bundle von Arrow tragen dazu bei, diese Stellung zu behaupten und neue Multimedia-Anwendungen zu ermöglichen. Die Lösung basiert unter anderem auf  ARM-Technologie und dem Betriebssystem Microsoft Windows Embedded Compact7, das ebenfalls für portable Multimediageräte optimiert ist.

 
 

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